Gulnara Davletshina - Fehler

Fehler:

Fehler beim Singen negativ beeinflussen die ästhetische Wirkung.
Siegfried Bimberg (1927-2008), ein deutscher Komponist, Dirigent  und Musikwissenschaftler nennt in seinem Buch „Lieder lernen-Lieder singen“ einige der typischen Fehler:

„Knödeln“

Hierbei liegt die Zunge „wie ein Kloß“ zu weit zurück und versperrt „Ansatzrohr“. Der Sänger soll auf ein Strecken der Zunge durch Übungen auf entsprechende Konsonanten: l, n, d, t, s - orientiert werden.

Pressen

Übermäßiges Anstauen der Luft hat ein starkes, starres Schließen und Sprengen zur Folge. Die Halsmuskeln müssen dieses starke Schließen unterstützen. Hier werden Lockerungsübungen empfohlen (weiche Töne, Kauen, Atem fließen lassen, Resonanz und Vibration auskosten lassen).

Tremolieren

Ein natürliches Schwingen der Stimme, gefühlswarmes Vibrato verleiht der Stimme Wärme und Klangschönheit. Von Tremolieren spricht man, wenn die Stimme unregelmäßigen, zu schnellen Schwingen hat oder die Töne zu groß schwanken.
Hier hilft strömende Atemluft, die Stütze muss ständig kontrolliert werden.


„Detonieren“, falsche Intonation

Das Vom-Ton-Wegfallen, zu hoch oder zu tief werden, ist die Folge von:
  • Geringem Stützen
  • Falscher Vokalbildung (zu hell, zu flach, gequetscht, zu dunkel)
  • Übermäßiger oder zu geringer Lautstärke (zu schwer, zu hart)
  • Verspannungen durch Knödeln oder Pressen
  • Physischer Konzentrationsschwäche